Mehr als nur kochen – die Aufgaben eines Kochs

Ein Job als Koch – damit verbindet jeder automatisch brutzelndes Fleisch, dampfende Kochtöpfe oder klapperndes Geschirr. Doch das eigentliche Kochen ist nur eine der vielen Aufgaben eines Kochs. Doch was gehört eigentlich alles zu seinen Tätigkeiten?

Planung und Kalkulation

Auch ein Koch muss ab und zu an den Schreibtisch und den Taschenrechner oder Stift zücken. Ein Koch muss unter anderem auch die Speisekarte oder spezielle Angebote für bestimmte Anlässe erstellen. Anschließend muss er kalkulieren, wie viel Ware benötigt wird und für welchen Preis die Speisen am Ende verkauft werden sollen. Hier muss er natürlich darauf achten, dass die Preise wirtschaftlich sind.

Wareneinkauf, Warenannahme und Lagerung

Damit man überhaupt kochen kann, müssen die Zutaten natürlich auch auf Lager sein. Früher musste man dafür in aller Frühe zu einem Großmarkt fahren und alle nötigen Lebensmittel selbst besorgen. Heutzutage wird einfach bei einem Lieferanten bestellt. Sobald die Ware geliefert wurde, muss diese auf Menge und Qualität geprüft werden. Dies ist besonders bei Obst, Fisch oder Fleisch wichtig. Anschließend muss die angelieferte Ware korrekt verstaut werden. Wie und wo die unterschiedlichen Lebensmittel gelagert werden müssen, lernt man in seiner Koch Ausbildung.

Aufbau des Postens

Eine gute Vorbereitung ist wichtig! Denn wenn das Tagesgeschäft beginnt, hat man keine Zeit mehr Geräte, Arbeitsmittel und Zutaten zusammenzusuchen. Daher bereitet man seinen Arbeitsplatz, den sogenannten Posten, vor und stattet ihn mit den Materialien aus, die man später braucht. Somit wird gewährleistet, dass alles in greifbarer Nähe ist wenn die Speisen zubereitet werden müssen.

Zubereitung und Anrichtung der Speisen

Die Bestellungen kommen rein und dann muss es schnell gehen. Denn Gäste wollen nicht lange auf ihr Essen warten. Hat man seinen Posten gut vorbereitet, ist dies aber auch kein Problem. Man spricht hier vom Mise en Place (Französisch, bedeutet in etwa „an den rechten Ort gestellt“). So hat man alles in Reichweite und kann alle Arbeitsschritte schnell ausführen. In den meisten Küchen werden zudem die Aufgaben unterteilt, sodass ein Mitarbeiter für die kalten Speisen (Gardemanger), einer für Suppen und Beilagen (Entremetier), einer für Fleisch, Fisch und Saucen (Saucier) und einer für den Nachtisch (Pátissier) zuständig ist.

Die Art und Weise der Zubereitung bzw. der Anrichtung hat in der Regel der zuständige Küchenchef vorher festgelegt. Diesen Anweisungen muss das Küchenteam folgen, damit die Speisen immer in einem gewissen Standard ausgeliefert werden und immer gleich gut schmecken.

Nach dem Kochen kommt das Aufräumen und Putzen

Sobald das letzte Essen rausgegangen ist, heißt es nicht etwa Füße hochlegen – denn die Küche muss noch aufgeräumt, benutztes Geschirr, Töpfe, Besteck usw. gereinigt werden. Oft haben Restaurants oder Hotels dafür eine eigene Spülküche mit eigenem Personal, wie etwa dem Spüler. Bei großen Betrieben müssen Geschirr und Besteck auch oft während des laufenden Betriebes gereinigt und wieder bereitgestellt werden.

Den Posten in der Küche muss man jedoch selbst reinigen, ebenso wie benutzte Geräte (Ofen, Herd, Mixer, etc.). Eine gründliche Reinigung ist wichtig, ebenso der richtige Umgang mit Lebensmitteln und die persönliche Körperhygiene, um die Ausbreitung von Keimen zu vermeiden. Denn ein Gast, der durch das Essen krank wird, ist eine denkbar schlechte Werbung für ein Restaurant!

In etwa so sieht der Tagesablauf eines Kochs aus. Du willst gerne Koch werden? Dann kannst du dich auf AZUBICAREER über den Ablauf, Inhalte und die Dauer der Koch Ausbildung informieren.


Beitrag von Matthias Rieke

Matthias Rieke
Ich arbeite bei der YOURCAREERGROUP seit dem Jahre 2008. Nach einem Praktikum habe ich hier erfolgreich meine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation absolviert und arbeite nun im Bereich Online-Marketing. Weitere Informationen zu mir gibt es auf XING und Google+.