Aus dem Arbeitsalltag eines Restaurant Supervisors – Micha Bischoff erzählt

Micha Bischoff, 25, ist Restaurant Supervisor im Neni, dem Restaurant im 25hours Hotel Zürich West. Das Gästeverhältnis von Hotelgästen zu Gästen von außerhalb ist etwa 50/50. Das Konzept des Hotels beinhaltet, dass es keinen Room Service gibt, da die Gäste ins „Wohnzimmer“, also ins Restaurant kommen und gemeinsam dort essen sollen. So lernt man auch fremde Menschen kennen und kommt mit ihnen ins Gespräch.

Als Restaurant Supervisor ist Micha Bischoff dem Restaurant Manager sowie dem Bar Manager unterstellt und hat selbst drei Service Mitarbeiter und einen Praktikanten unter sich.

„Micha, wie lange bist du schon in dem Unternehmen und in deiner Position tätig?“

„Insgesamt bereits 1,25 Jahre. Seit diesem Jahr bin ich Supervisor, vorher habe ich hier als Servicemitarbeiter gearbeitet.“

„Wie bist du dorthin gelangt, wo du jetzt bist? Welche Ausbildung hast du absolviert?“

„Ich war sechs Monate lang bei AIDA angestellt und habe auf einem Schiff gearbeitet. Danach habe ich meine Koffer gepackt und bin in Zürich von Hotel zu Hotel gelaufen, um mich zu bewerben. Im 25hours Hotel Zürich West bin ich dann hängengeblieben, das hat einfach so einen tollen Eindruck gemacht. Es ist irgendwie anders als übliche Hotels, trendy und cool und bietet eine lockere Arbeitsatmosphäre bei hohem Niveau. Gelernt habe ich übrigens Restaurantfachmann und war danach als Serviceleiter und Ass. Maitre tätig.“

„Arbeitest du in deinem Traumberuf? Warum hast du dich für das Unternehmen entschieden?“

„Mein Traumberuf war es nicht wirklich. Ursprünglich wollte ich zum Bundesgrenzschutz. Diese Pläne musste ich allerdings aufgrund meiner Nachtblindheit aufgeben. Also habe ich mich für die Gastronomie entschieden, da man hier immer viel mit Menschen zu tun hat und ich gerne verkaufe. Über diese Entwicklung bin ich also nicht traurig. Und mein Arbeitgeber zeichnet sich für mich dadurch aus, dass ich mich, dank der kleinen Teams, auch sehr gut einbringen kann und es einfach ein junges und stylisches Unternehmen ist.“

„Wie sieht denn ein typischer Arbeitstag bei dir aus?“

„Arbeitsbeginn ist um 15 Uhr, da ich hauptsächlich Spätdienst mache. Zuerst checke ich meine Mails und den Eventplan des Banketts. Anschließend findet die Übergabe und Kassenabrechnung mit meinen Kollegen aus dem Frühdienst statt. Dann beginnt das Mise en Place für den Abend und wir richten die Banketträume her. In meiner Position darf ich dies auch an andere Kollegen delegieren. Außerdem startet dann der à la Carte Service, währenddessen die Kommunikation mit den Gästen sehr wichtig ist. Die Küche schließt abends um 23 Uhr. Danach steht nur noch aufräumen und putzen auf dem Programm.“

„Was macht dir besonders viel Spaß in deinem Beruf? An welches Erlebnis denkst du besonders gerne?“

„Besonders viel Freude macht mir die Kommunikation mit den Gästen und Cocktails zu mischen. Außerdem ist es natürlich echt super, dass ich mich an meinem Arbeitsplatz selber einbringen kann. Auch mit prominenten Menschen in einer persönlichen Atmosphäre zusammensitzen zu können und das auch noch nach Feierabend ist ein Aspekt, der mir besonders gut gefällt. Und natürlich, dass aus unserem Restaurant jeden Abend, außer Sonntags, ein Club wird. Dann kommt immer ein DJ, der wirklich gute Musik auflegt. Ich muss auch immer wieder daran zurückdenken, wie es war, als ich vom Schiff hier ins 25hours Hotel Zürich West gekommen bin, dass sich alles so gut für mich gefügt hat.“

„Gibt es Dinge, die dir weniger Spaß machen und auf die du gerne verzichten würdest?“

„Ja, die gibt es natürlich. Banketträume herzurichten gehört zum Beispiel dazu, da man bei dieser Tätigkeit so wenig mit den Gästen zu tun hat.“

„Gibt es Herausforderungen, denen du dich jeden Tag neu stellen musst? Welche sind das?“

„Eine Herausforderung ist auf jeden Fall die Kommunikation zwischen Gästen und Mitarbeitern. Die muss immer gut abgestimmt sein. Außerdem müssen wir darauf achten, dass das Essen immer schnellstmöglich bei den Gästen am Tisch ist und dabei keinen Gast mit einem Wunsch zu übersehen. Trotz dieser Herausforderungen müssen wir immer eine hohe Qualität an Service bieten, was wiederum eine Herausforderung für sich ist.“

„Was würdest du interessierten Bewerbern raten, die in derselben Position wie du arbeiten möchten?“

„Auf jeden Fall sollte man man selbst sein und auch einen gewissen Anspruch an sich selbst haben. Außerdem ist Leidenschaft für das, was man tut, enorm wichtig.“

„Welche Schritte möchtest du in deiner Karriere als nächstes gehen? Was sind deine Ziele?“

„Das 25hours Hotel Zürich West und das Restaurant Neni finde ich wirklich cool, so dass ich gerne hier in Zürich bleiben möchte. Später könnte ich mir vorstellen, vielleicht Restaurant Manager zu werden oder ins Sales zu wechseln.“

„Was war das Lustigste, das dir während deiner Arbeit passiert ist?“

„Ich finde es immer wieder amüsant, wenn Gäste mitten im Frühstücksraum stehen, in dem gerade auch andere Personen frühstücken, und fragen, ob man hier frühstücken kann. Oder genauso auch abends, wenn man gefragt wird, ob um 19 oder 20 Uhr noch Essen im Restaurant serviert wird.“

Vielen lieben Dank, Micha, dass du uns einen Einblick in deinen Arbeitsalltag gewährt hast.


Beitrag von Lisa N.

Lisa N.
Nach einem Masterstudium an der Universität Hamburg, habe ich erfolgreich ein Volontariat in einer PR-Agentur absolviert. Bei der YOURCAREERGROUP bin ich seit November 2014 für das B2C Marketing und den Pressebereich zuständig. Weitere Informationen zu mir gibt es auf XING.