Die Qual der Wahl: Wie entscheide ich mich zwischen zwei Job-Zusagen?

Sich zwischen zwei Job-Zusagen entscheiden zu müssen – das klingt auf Anhieb nach „Luxusproblem“, oder? Überhaupt erst einen neuen Job zu finden, das ist, wie wir alle wissen, wesentlich schwieriger. Erinnerst du dich noch an deinen letzten Bewerbungsmarathon? Der Begriff „Marathon“ trifft es in dem Zusammenhang ganz gut, denn als du das letzte Mal einen neuen Job gesucht hast, wirst du mit Sicherheit mehr als nur eine einzige Bewerbung geschrieben haben, stimmt‘s? Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Das eine Unternehmen sagt dir vielleicht ab, das andere lädt dich hoffentlich zu einem Vorstellungsgespräch ein – und ein paar melden sich im Zweifel gar nicht. Du weißt es einfach vorher nicht. Deswegen ist es in der heutigen Zeit gängig, sich erst einmal großflächig zu bewerben. Doch auch der umgekehrte Fall ist möglich: Die Arbeitgeber reißen sich förmlich um dich! Und plötzlich hattest du mehr als nur ein Vorstellungsgespräch und es werden dir zum Beispiel zwei Jobs angeboten. Was nun? Wie sollst du denn jetzt zwischen den beiden Job-Zusagen entscheiden und überhaupt: Woher sollst du denn im Vorhinein wissen, welches Unternehmen besser zu dir passt, du kannst ja schließlich nicht „hellsehen“. Das musst du dafür auch gar nicht, denn es gibt einige Tricks, die dir deine Entscheidung deutlich erleichtern können.

Schreibe dir eine Prioritätenliste!

Was sich im ersten Moment etwas albern anhören mag, kann auf den zweiten Blick ziemlich hilfreich sein. Eins solltest du bei all dem Trubel nämlich nicht vergessen: Es geht um dich und um deine Zukunft. Wie stellst du sie dir vor? Natürlich solltest du deine berufliche Karriere dabei nicht völlig aus den Augen verlieren, aber: Deine Freizeit ist dir heilig und dafür verzichtest du auch gerne auf etwas Gehalt? Dann hast du dir deine erste Priorität gerade klar gemacht! Wie steht’s zum Beispiel beim Arbeitgeber A um die Aufstiegschancen? Hast du einen langen Anfahrtsweg? Wie wichtig ist dir ein gutes Klima innerhalb deines Teams? Und wie soll das jetzt alles mit deinen Gehaltsvorstellungen zusammen passen? Natürlich gibt es auch zu diesem Thema kompetente Hilfe in Form von Ratgebern und dem Internet. Doch so richtig beantwortet werden deine Fragen dort natürlich nicht.

Deswegen: Sprich mit Freunden und Verwandten!

Wenn dir jetzt endgültig ein großes Fragezeichen im Gesicht steht, hilft es dir wahrscheinlich am meisten, deinen Freunden und Verwandten deine Lage zu schildern und sie nach ihrer Meinung zu fragen. Sie kennen dich gut und stehen dir auch in dieser Lebenslage gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Lass dir trotzdem nicht zu lange Zeit!

Bei all deinen Überlegungen, die ja völlig berechtigt sind, solltest du dennoch eins dabei nicht aus dem Blick verlieren: Die Zeit. Warte nicht „ewig“ mit deiner Entscheidung. Am besten vereinbarst du im Vorhinein eine klare Frist mit deinem Gegenüber, bis wann du Bedenkzeit hast, sonst kann der Schuss unter Umständen auch nach hinten losgehen und das Angebot wird vielleicht wieder zurück gezogen.

Ob du auch verhandeln darfst?

Grundsätzlich ja, aber behutsam. Natürlich sollst du zu deinem Recht kommen und wenn du mit etwas nicht einverstanden bist, darfst du das auch mitteilen, aber bedenke dabei, dass dein zukünftiger Chef einen neuen Mitarbeiter sucht – und keinen Zocker. Letztendlich sollte bei deiner Entscheidung demnach immer eins im Vordergrund stehen: Hör‘ auf dein Gefühl. Natürlich müssen gewisse Faktoren wie das Gehalt grundsätzlich stimmen, viel wichtiger ist aber, dass du dich wohl fühlst.


Beitrag von Barbara

Barbara
Barbara Solle studiert Anglistik und Politikwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit Oktober 2014 arbeitet sie bei der YOURCAREERGROUP und unterstützt unser Team im Bereich Online Marketing. Weitere Informationen zu ihr gibt es auf Xing und LinkedIn. XING.