10 Tipps für den ersten Arbeitstag

“Was ziehe ich an? Wie begrüße ich die neuen Kollegen? Wann muss ich eigentlich losfahren?”

Man sollte ja meinen mit erfolgreichem Vorstellungsgespräch und Vertragsabschluss seien die größten Hürden auf dem Weg zum neuen Job bereits überstanden. Doch auch der erste Arbeitstag bereitet meist ebenso große Kopfschmerzen. Der erste Eindruck zählt schließlich – deswegen möchte man sich zu Beginn unbedingt von seiner besten Seite zeigen.

Wir haben für euch 10 nützliche Tipps für den ersten Arbeitstag zusammengefasst, die euch den Einstieg in den neuen Job erleichtern.

1. Kleide dich angemessen
Vielleicht konntest du ja beim Bewerbungsgespräch bereits ein paar Kollegen erblicken und kannst dich so an ihren Outfits orientieren. Wenn du unsicher bist was üblich ist, kleide dich am ersten Tag lieber etwas zu schick als zu leger. Einen Blazer oder ein Jackett kannst du dann im Laufe des Tages immer noch ablegen.

2. Sei pünktlich
Du bist nicht sicher, wie viel Zeit du im Berufsverkehr zu deinem neuen Arbeitsplatz benötigst? Dann fahre die Strecke morgens einmal „Probe“. Bist du am ersten Arbeitstag 10 Minuten zu früh da – kein Problem. Eine halbe Stunde zu früh wiederum könnte den Zeitplan deines Vorgesetzten durcheinander bringen. Zuspätkommen solltest du natürlich unbedingt vermeiden.

3. Stelle dich vor
In der Regel wird dein Vorgesetzter dich den neuen Kollegen vorstellen. Sollte dies nicht der Fall sein, ergreife ruhig selbst die Initiative und gehe auf die Kollegen zu. Stell dich kurz vor und erzähl, wofür du in deiner Stelle zuständig sein wirst. Etwas Small-Talk kann auch nicht schaden. Nicht vergessen: immer freundlich lächeln! 😉

4. „Sieze“ die Kollegen
Zu Beginn solltest du auf jeden Fall alle (auch jüngere!) Kollegen „siezen“. Sollte dies in der Firma nicht üblich sein, wird man dir sicher auch bald das „du“ anbieten. Für üblich gilt: Wer die höhere Stelle hat und länger im Unternehmen arbeitet, bietet das „du“ an.

5. Beobachte
Beobachte in den ersten Arbeitstagen die Abläufe im Unternehmen und die inoffiziellen Regelungen unter den Kollegen: Wer geht mit wem in die Mittagspause? Wer ist fürs Spülen oder Kaffeekochen zuständig? Wann wird Feierabend gemacht? Viele Fragen werden sich durch deine Beobachtungen von selbst beantworten.

6. Sei zurückhaltend
Absolute Tabus in den ersten Tagen: Fragen zum Privatleben der Kollegen, bei Lästereien mitmischen, gewagte Witze und Ironie. Halte stattdessen neutralen Small-Talk. Mit der Zeit wirst du merken, mit wem man auch mal scherzen und über das Privatleben plaudern kann – und mit wem man es besser nicht tun sollte.

7. Zeige Initiative
Du hast dich an deinem Arbeitsplatz eingerichtet und bist in der Firma “angekommen”, aber es liegen noch keine Aufgaben für dich bereit? Dann frag deinen Vorgesetzen nach Arbeit und warte nicht darauf, dass er auf dich zukommt. Zögere nicht nachzufragen, wenn du etwas nicht verstanden hast. Besser so als nach Monaten immer noch offene Fragen zu haben.

8. Integriere dich
Die Kollegen laden dich ein, die Mittagspause mit ihnen zu verbringen? Dann nimm die Einladung an! Nur so findest du schnell Anschluss und erfährst wichtige Hintergrundinformationen über die Arbeit.

9. Zeige Motivation
Über die Handhabung von Urlaubsanträgen solltest du zu Beginn besser keine Fragen stellen, das kann schnell demotiviert wirken. Ebenso wenig solltest du fragen, wann man denn frühestens Feierabend machen kann. Zeige Einsatz und bleibe wenn nötig auch mal etwas länger auf der Arbeit.

10. Frage nach Feedback
Wenn du keine Kritik auf deine Arbeit erhälst, dann frag danach! Nur so kannst du erfahren, ob man zufrieden ist mit deiner Arbeit und gegebenenfalls Verbesserungen vornehmen.

 

Welche Erfahrungen habt ihr mit den ersten Arbeitstagen im neuen Job bisher gemacht? Hat immer alles gut geklappt oder gab es auch mal schwierige Situationen?


Beitrag von Andrea Schmitz

Andrea Schmitz

  • Onomoto

    Ich fange im November mein erstes Praktikum an und hab ein bisschen Angst, etwas falsch zu machen. Der Artikel hat mir schon mal viel weitergeholfen, danke! Ich finde es allerdings schwierig – einerseits soll man zurückhaltend und nicht zu neugierig sein und andererseits auch motiviert wirken. Woher weiß ich denn, ob die Frage jetzt zu viel ist oder nicht? Hier http://www.meinpraktikum.de/verhalten hab ich auch noch gelesen, dass man immer fragen soll, wo man helfen kann. Soll ich das auch schon am Anfang machen oder lieber erstmal eine Woche nur das, was sie mir sagen?
    Danke!