Infos, die du im Büro besser für dich behältst

Gerade im Büro sollte man abwägen, welche Informationen man lieber für sich behält und welche man ruhigen Gewissens im Plausch mit dem Kollegen erwähnen kann. Die Gesprächsthemen in der Mittagspause oder Kaffeeküche drehen sich meist um anstrengende Kunden, das Wetter, die geplante Urlaubsreise, aktuelle Projekte oder bisweilen sogar persönliche Dinge. Ihr seht es handelt sich dabei um eher unverfängliche Themen, aus denen euch am Ende niemand einen Strick drehen könnte.

Gespräche dieser Art sind eine willkommene Gelegenheit, um mit den netten Kollegen ins Gespräch zu kommen, die Arbeitsatmosphäre zu verbessern und für einen kurzen Moment auf andere Gedanken zu kommen. Schließlich kennt vermutlich jeder das unschöne Gefühl, wenn man sich bei beim Mittagessen in der Kantine begegnet und dabei eine unangenehme Stille entsteht. Hier gilt: Lieber einen gepflegten Smalltalk anstoßen und ein nettes Gespräch anfangen, als schüchtern auf den Boden zu starren. Doch Vorsicht! Wenn du dich dazu hinreißen lässt, über die falschen Dinge zu plaudern, kann dies nach hinten losgehen. Gerade im Büro ist nicht jeder Gedanke, der in deinem Hirn herum spuckt auch für fremde Ohren bestimmt.

Worüber also mit Kollegen sprechen?

Doch worüber soll man sprechen, gerade wenn man den Kollegen nicht so gut kennt? Die erste Regel: Bleib’ entspannt. Die meisten Gespräche entwickeln sich von ganz allein, nachdem du einmal den ersten Schritt gemacht hast.  Immer angebracht sind Themen wie: das schöne Wetter und welche Aktivitäten (grillen und Co.) man nach Feierabend geplant hat. Außerdem bieten sich stets Komplimente zur Kleidung des oder der Kollegen/in an, da damit gleich das Eis gebrochen wird. Der Grat zwischen einem netten Kommentar und einer übertriebenen Schleimerei sollte hierbei selbstverständlich beachtet werden! Zu guter Letzt eignet sich eine nette Vorstellung, wenn man den Kollegen (noch nicht so gut) kennt. So kannst du nette Kontakte knüpfen und erfährst gleich mehr über den Tätigkeitsbereich des Kollegen.

Hierbei gilt, dass insbesondere neue oder besonders extrovertierte Kollegen darauf achten sollten, dass sie nicht gleich das nächstbeste Fettnäpfchen aufsuchen.  Insbesondere wenn einmal Stress oder Frust herrscht, sollte man daher peinlichst darauf achten, bloß keine Aussagen zu treffen, die man nach kurzer Zeit wieder bereuen könnte. In diesem Fall gilt die Devise:  Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Welche Dinge behältst du nun aber lieber für dich?

Deine Unzufriedenheit im Job

Ständig kommt der Chef auf dich zu und bitte dich, die eine Aufgabe bitte „as soon as possible“ zu erledigen, dabei versinkst du bereits in Arbeit. Du machst täglich Überstunden und niemand dankt es dir. Am liebsten würdest du auf der Stelle alles hinschmeißen und dir einen neuen Job suchen. In diesem Fall solltest du deine Gefühle lieber mit engen Freunden und deiner Familie besprechen und nicht damit zum nächstbesten Kollegen rennen. Insbesondere wenn du dich bereits auf Jobsuche befindest, solltest du diese Info nicht zu laut bei deinem derzeitigen Arbeitgeber erwähnen. Warum? Diese Info kann schneller beim Chef landen, als es dir lieb ist.

Die Höhe deines Gehalts

Geld gilt nach wie vor als heikles Thema, über das man besser nicht offen sprechen sollte. Du fragst dich weshalb dies so ist? Stell dir vor, du erfährst, dass dein direkter Kollege mehr verdient als du, obwohl er exakt die gleichen Aufgaben übernimmt. Zwangsläufig wird dies dazu führen, dass der Unmut in dir aufsteigt und du dich unfair behandelt fühlst. Daher solltest du dieses Thema ausschließlich mit deinem Vorgesetzten besprechen.

Deine Meinung über den Chef

Es ist aber grundsätzlich eine schlechte Idee, seine schlechte Meinung über den Chef gegenüber einer dritten Person auszubreiten. Schließlich kannst du dir nie sicher sein, welche Informationen nicht auf Umwegen doch beim Vorgesetzten landen und welchen Eindruck dieser dadurch von dir erhält.

Lästereien über andere Kollegen

Nicht nur mit deiner Meinung zum Chef solltest du  vorsichtig umgehen. Auch wer sich am allgemeinen „Buschfunk“ beteiligt, stellt in der Regel eher sich in ein schlechtes Licht, als diejenigen, über die getratscht wird. Egal ob du also gehört hast, dass dein Kollege faul ist oder kurz vor der Entlassung steht: Behalte solche Gerüchte lieber für dich. Im schlimmsten Fall könntest du sogar des Mobbings oder der Verleumdung beschuldigt werden.

Witze auf Kosten anderer

Wer Humor in die Runde bringt, wird in der Regel geschätzt, da es zur Erheiterung aller beiträgt. Doch sollten diese Witzeleien niemals auf Kosten anderer Personen erfolgen. Grundsätzlich gilt: Wenn ein Witz die Gefühle eines anderen verletzt, sollte man auf den ein oder anderen lockeren Spruch lieber verzichten.

Deine privates Liebesleben oder deine Affäre mit dem/der  Kollegen/in

Du hast gestern die Nacht deines Lebens verbracht und berichtest nun im kleinsten Detail von diesen Erlebnissen. Ups, nicht gut! Solche Infos solltest du lieber für dich behalten, schließlich möchtest du nicht, dass deine Kollegen dich in einem anderen Licht sehen und an deiner Professionalität zweifeln. Dasselbe gilt auch für Liebeleien unter Kollegen.  Auch hierbei ist Obacht geboten, da man Gefahr läuft andere Mitmenschen bloß zu stellen. Hierbei gilt: Jeder ist erwachsen genug um zu entscheiden, ob er sich angemessen verhält oder nicht.

Deine letzte Krankheit

Sei es ein besonders unangenehmer Hautausschlag oder eine langwierige Erkältung. Diese Infos solltest du lieber für dich behalten, schließlich interessiert es dich auch nicht wie viele Taschentücher der Kollege so am Tag durchschnupft. Permanentes Jammern am Arbeitsplatz sollte auch vermieden werden, denn welcher Chef setzt schon gerne auf chronisch kranke Angestellte.

Religiöse oder politische Haltung

Welche Partei hast du bei der letzten Wahl deine Stimme gegeben? Wie stehst du eigentlich zum Thema Ramadan? Zahlst du Kirchensteuer? Diese und ähnliche Fragen können schnell zum Diskussionsthema werden, weswegen man hierauf am besten erst gar nicht eingehen sollte.  Stattdessen lieber auf unverfängliche Inhalte (wie die oben genannten) setzen.

Informationen eines Kollegen

Wenn Kollegen sich länger kennen und gut verstehen, kommt es unweigerlich dazu, dass man sich auch einmal über privatere Themen unterhält oder kleine Geheimnisse anvertraut. Um das dir entgegengebrachte Vertrauen nicht zu missbrauchen, ist es wichtig, dass du mit diesen Details nicht im Büro hausieren gehst.  Schnell sieht man dich als Tratsch-Tante an, die nichts für sich behalten kann und daher zukünftig  gemieden wird.

Sollte sich ein Gespräch dennoch einmal in eine Richtung bewegen, die dir unangenehm ist, kannst du durchaus selbstbewusst äußern, dass du über ein bestimmtes Thema nicht sprechen willst und um Verständnis bitten. Wenn du dabei freundlich bleibst, wird es dir kein Kollege übel nehmen, sondern sogar deine Souveränität bewundern. Wir wünschen dir viel Spaß bei deiner nächsten Büro-Plauderei.


Beitrag von Lisa N.

Lisa N.
Nach einem Masterstudium an der Universität Hamburg, habe ich erfolgreich ein Volontariat in einer PR-Agentur absolviert. Bei der YOURCAREERGROUP bin ich seit November 2014 für das B2C Marketing und den Pressebereich zuständig. Weitere Informationen zu mir gibt es auf XING.