Interview: Ein Quereinsteiger berichtet, wie er den Weg in die Hotellerie gefunden hat

Benjamin Ritter ist Hotel Manager bei der A&O Hotels and Holding AG in Hamburg. In unserem aktuellen Interview hat uns der Quereinsteiger verraten, wie er den Weg in die Hotellerie gefunden hat und was ihn dazu motiviert hat. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen!

1. Wie heißen Sie und wie alt sind Sie?

Mein Name ist Benjamin Ritter und ich bin 28 Jahre alt.

2. Welche Position haben Sie bei den A&O Hotels und Hostels inne?

Ich bin für A&O aktuell als Hotel Manager für zwei unserer Häuser in Hamburg eingesetzt.

Eines davon, ein Hamburger Kontor-Gebäude mit 930 Betten in dichter Lage zum Hauptbahnhof, ist ideal für (Groß-)Gruppen und Einzelreisende, die am Wochenende die City bequem zu Fuß erkunden wollen. Das andere Haus ist mit 160 Betten perfekt für Familien, Paare oder aber auch Business-Reisende, die etwas abseits vom Trouble der Innenstadt Hamburg erkunden wollen, um zum Beispiel eines der fantastischen Musicals hier in Hamburg zu besuchen.

3. Wie würden Sie Ihre Tätigkeit, der Sie bei A&O Hotels und Hostels nachgehen, in drei Stichworten beschreiben?

Abwechslungsreich, herausfordernd, spannend.

4. Wie lange sind Sie schon bei A&O Hotels und Hostels,  bzw. in dieser Position tätig?

Ich bin jetzt ein Jahr für A&O tätig. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase in der unternehmenseigenen Academy, in der ich die unterschiedlichen Arbeitsabläufe und Hotels kennengelernt habe, bin ich seit Sommer 2014 an unserem Standort in Hamburg in meiner Position als Hotel Manager tätig.

5. Warum haben Sie sich für dieses Unternehmen und diese Position entschieden?

A&O ist mit seiner starken Expansion innerhalb Deutschlands und Europa ein zukunftsträchtiger und sicherer Arbeitgeber, der mich durch flache Hierarchien, ein junges, dynamisches Team, unkonventionelle Herangehensweisen und nicht zuletzt seinem starken Produkt beeindruckt hat. Für mich war von Anfang an klar, dass ich auf Grund meiner vorangegangen beruflichen Erfahrung keine klassische Ausbildung mehr in der Hotellerie beginnen wollte, sondern mein bereits erlangtes Können direkt praktisch unter Beweis stellen und erweitern wollte. Diese einmalige Chance bietet A&O motivierten Quereinsteigern.

6. Wie sind Sie dorthin gelangt? Welche Ausbildung/welchen Beruf haben Sie vorher absolviert?

Kurz gefasst: Ich habe in Heidelberg International Business Management studiert, währenddessen bei der Deutschen Lufthansa in Frankfurt in der Fluggastabfertigung am Boden gearbeitet und wurde direkt im Anschluss von einem Unternehmen aus dem Health Care Bereich als Produktmanager für Medizinprodukte angestellt. Darauf folgte ein Wechsel nach Berlin, wo ich als Assistent der Geschäftsleitung bei einem Design-Unternehmen tätig war. All diese Stationen haben gemein, dass ich stets mit sehr vielen unterschiedlichsten Menschen, ob Kunden, Gästen oder Partnern, zusammenarbeiten und mich auf deren individuelle Bedürfnisse einstellen musste, sowie größtmögliche Flexibilität im täglichen Geschäft von mir abverlangt haben.

7. Was würden Sie Quereinsteigern raten, die gerne in die Hotellerie wechseln möchten? Welche Eigenschaften sind Ihrer Meinung nach unabdingbar, um in der Hotellerie erfolgreich zu sein?

Auch ich habe eine Weile gebraucht, um in der Hotellerie Fuß zu fassen, musste natürlich auch Rückschläge hinnehmen und kann deswegen jedem Quereinsteige nur raten nicht den Kopf in den Sand zu stecken.  Diese sehr traditionsreche Branche tut sich oftmals noch schwer mit etwaigen „Abweichungen“ von der klassischen Hotel-Karriere. Hartnäckigkeit, der Wille sich absolut auf etwas Neues einlassen zu wollen und auch zu können sind dabei genauso unabdingbar, wie die Leidenschaft mit Menschen, unseren Gästen wie auch  Mitarbeitern, zusammen zu arbeiten.

8. Was macht Ihrer Meinung nach den Reiz einer Tätigkeit in der Hotellerie aus? Was war Ihre Motivation für den Wechsel?

Meine Motivation lag darin begründet etwas zu finden von dem ich die nächsten 30, 40 Jahre noch sagen kann, dass ich Neues hinzulerne, mich wohl fühle und in der Arbeit aufgehen kann. Bei diesem Schritt in eine neue Branche war mir wichtig, etwas zu machen, bei dem ich sowohl Erlerntes anwenden, als auch Neues dazulernen kann, ein zukunftsträchtiger Markt, eine starke Internationalität und letztendlich der unmittelbare Umgang mit Menschen. All das und mehr habe ich in der Hotellerie gefunden beziehungsweise bin ich immer noch dabei zu entdecken.

9. Wie jeder Wechsel birgt ein Quereinstieg auch seine Risiken. Was waren Ihre Befürchtungen?

Ich war mir von Anfang an darüber im Klaren, dass dieser Wechsel zu etwas Neuem, Unbekannten auch ein Fehler hätte sein können, dass ich eine gewisse Risikobereitschaft an den Tag legen müsste, um diesen Weg zu beschreiten. Meine Befürchtungen waren, dass mir das Aufgabenfeld und natürlich auch die Branche hingegen aller Erwartungen doch nicht zusagen und auch, dass meine Selbsteinschätzung meine Erfahrung und Eignung betreffend nicht mit der meines Arbeitsgebers übereinstimmen. Zumindest zu ersterem Punkt kann ich sagen, dass er sich in keiner Weise bestätigt hat.

10. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus? Was sind Ihre täglichen Aufgabenbereiche?

Ich starte normalerweise morgens mit einer ersten Runde durch das Haus und stimme mich mit meinen Mitarbeitern aus den verschiedenen Bereichen über den bevorstehenden Tag ab. Dann erledige ich je nach anliegendem Pensum die wichtigsten Aufgaben im Büro und nehme Termine wahr.  Gegen Mittag fahre ich für gewöhnlich in mein zweites Haus und durchlaufe die vorangegangen Punkte dort noch einmal. Darauf folgt eine größere Runde durch beiden Häuser, um u. A. stichpunktartig Reinigung und Instandhaltung zu kontrollieren, bevor ich während der Hauptanreisezeit meinen Schwerpunkt auf die Rezeption verlagere um dort wenn nötig unterstützend zur Seite zu stehen. Gegen späten Nachmittag/frühen Abend verbringe ich noch 1-2 Stunden im Büro um über den Tag angefallenes wegzuarbeiten.

11. Was macht Ihnen besonders viel Spaß an Ihrer Tätigkeit? 

Jeder Tag im Hotel birgt neue spannende Erlebnisse und Herausforderungen, die sich im Vorfeld meist überhaupt nicht vorhersehen und nur schlecht planen lassen. Es macht wirklich Spaß sich diesen zu stellen und gemeinsam im Team mit meinen Kollegen zu bewältigen.

12. Gibt es Dinge, die Ihnen weniger Spaß machen?

Natürlich gibt es auch unschöne Dinge, Situationen oder gar Aufgaben im täglichen Arbeitsablauf, die einem nicht den größten Spaß bereiten. Da ist glaube ich keine Branche oder kein Arbeitsplatz vor gefeit.  Für mich persönlich verlieren Aufgaben  ihren Reiz, wenn sie in eine stupide Routine überwechseln.

13. Gibt es Herausforderungen, denen Sie sich jeden Tag aufs Neue stellen müssen?

Viele Situation und Vorkommnisse mit unseren Gästen sind natürlich weder planbar noch kalkulierbar;  DAS sind die Herausforderungen, die es jeden Tag aufs Neue spannend und interessant machen ins Hotel zu kommen.

14. Welche Ziele streben Sie als nächstes an?

Ich stehe ja quasi noch am Anfang meiner Karriere in der Hotellerie. Ich würde mich freuen, wenn A&O mich noch ein großes Stück dieses Weges mit begleiten und leiten würde.

Wir danken Herrn Benjamin Ritter für diese interessanten Einblicke und wünschen ihm für seinen weiteren beruflichen Werdegang alles erdenklich Gute!

Hier könnt ihr mehr über die A&O Hotels und Hostels erfahren!

 


Beitrag von Lisa N.

Lisa N.
Nach einem Masterstudium an der Universität Hamburg, habe ich erfolgreich ein Volontariat in einer PR-Agentur absolviert. Bei der YOURCAREERGROUP bin ich seit November 2014 für das B2C Marketing und den Pressebereich zuständig. Weitere Informationen zu mir gibt es auf XING.