Jobchancen erhöhen: Mit Körpersprache zum Erfolg

Du hast dich auf eine interessante Stelle beworben und wurdest zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen? Herzlichen Glückwunsch! Dann hast du die erste Hürde zu deinem neuen Job bereits gemeistert. Nun geht es darum, auch persönlich zu überzeugen und ein stimmiges Bild von deiner Person zu vermitteln. Am besten wird dir das gelingen, wenn du deine Körpersprache überprüfst und bewusst einsetzt. Denn im Gespräch ist das Wie immer wichtiger als das Was. Unsere Stimme, unsere Körperhaltung und unser Gesichtsausdruck verraten viel mehr über uns, als das, was wir erzählen. 

Das Gesagte im Einklang mit Körper, Stimme und Gesicht

Die Herausforderung im persönlichen Gespräch ist also ein widerspruchsfreier Auftritt. Das Gesagte muss mit unserer Stimme, Mimik, Gestik und Körperhaltung übereinstimmen. Nur dann, wenn alles miteinander im Einklang ist, wirken wir authentisch. Versuche also, deinen Körper bewusst wahrzunehmen und gezielt einzusetzen, um deine gesagten Inhalte zu unterstreichen. Aber Achtung! Dies bedeutet nicht, dass du zum großen Schauspieler werden brauchst. Wirkst du angespannt oder unruhig und erzwingst einen bestimmten Ausdruck, bekommt dein Gegenüber zumindest unterbewusst mit, dass du dich unwohl fühlst. Der Schlüssel zum Erfolg ist eine natürliche Anspannung des Körpers, ohne Verkrampfen oder nervöse Bewegungen.

 
Körpersprache im Bewerbungsgespräch

Der perfekte Einstieg ins Vorstellungsgespräch beginnt mit einem souveränen, festen und kurzen Händedruck. Dabei solltest du deinem Gegenüber in die Augen sehen und ihm mit einem offenen Lächeln begegnen. So vermittelst du Professionalität und Interesse zugleich. Wenn es zum Gespräch übergeht, solltest du dich am besten aufrecht hinsetzen, die Schultern zurücknehmen und eine natürliche Körperspannung aufbauen. Nimm dabei die gesamte Sitzfläche des Platzes ein, und passe deine Körperhaltung an deinen Gesprächspartner an. Das wirkt nicht nur selbstbewusst, sondern zeigt auch, dass du dem Gespräch, dem Personaler und somit dem Job mit Interesse begegnest. Neige deinen Oberkörper ruhig auch ein wenig nach vorne und schaue dem Personaler unbedingt in die Augen. Auch deine Hände solltest du während des Gesprächs nicht vergessen. Liegen sie mit offenen Handflächen locker im Schoß oder auf dem Tisch, machst du alles richtig. Du kannst deine Hände aber auch gerne nutzen, um dem Gesagten Ausdruck zu verleihen und während des Redens zur Hilfe nehmen.

 
Auch die Stimme und die Atmung spielen für den runden Eindruck eine wichtige Rolle. Glaubhaft sind deine Aussagen erst dann, wenn deine Stimme die Inhalte widerspiegelt. Denn unbewusst registrieren wir bei unserem Gesprächspartner weniger was gesagt wird und viel mehr, wie und in welcher Tonlage es übermittelt wird. Denn die Stimme transportiert nicht nur Worte, sondern auch Stimmungen und Gefühle. Eine zu leise Stimme zeigt schnell Unsicherheit, eine ruhige und deutliche Stimme hingegen spricht für dich. Nimm dir beim Reden also genug Zeit zum Atmen, damit deine Aussagen verständlich sind und von den richtigen Emotionen begleitet werden.

 
Neigt sich das Gespräch dem Ende zu, verliere noch nicht deine Körperhaltung. Verabschiede dich nicht zu schnell und hastig, sondern denke an ein Lächeln und den souveränen Händedruck. Eine Regel, die man sich für das Gesprächsende merken kann: Immer erst dann erheben, wenn der Personaler es tut. Habt ihr euch dann höflich verabschiedet und ist der Personaler aus deinem Sichtfeld verschwunden, kannst du deine Körperspannung langsam auflösen, erleichtert die Schultern hängen lassen oder vor Freude erste kleine Luftsprünge machen.


Beitrag von Sina Kardatzki

Sina Kardatzki