Installierer oder Sandwich Artist – kuriose Jobbezeichnungen

Heutzutage müssen nicht nur Jobsuchende mit einer Bewerbung auffallen und aus der Masse herausstechen, auch die Arbeitgeber lassen sich immer wieder neues einfallen. Sie müssen die Reichweite ihrer Stellenausschreibung erweitern und den Stellensuchenden mit ihrer Anzeige für sich gewinnen können. Für die Positionsbezeichnungen werden heutzutage viele Anglizismen verwendet, Arbeitgeber schmücken Stellenbezeichnungen aus oder erfinden neue. Doch das ist möglicherweise nicht immer die beste Wahl, wie ihr gleich sehen werdet. Hier haben wir ein paar Beispiele für euch:

  • Sandwich Artist
  • Installierer
  • Nachtputzer
  • Ordertaker
  • Drucker
  • Secretary Logistic Driver Guard Service Stockkeeping Receiving Department Stewarding
  • Tauchhost/hostess
  • Wassersporthost/hostess
  • Minibar Captain

Klingt ja langweilig!
Installierer oder Drucker  – das sind Jobbezeichnungen, die bei der ersten Betrachtung doch recht langweilig klingen und die man eher einem Gegenstand als einer Person zuordnen würde. Sie vermitteln den Eindruck, dass man nur eine und dazu noch monotone Aufgabe hat. Hier wären vielleicht Bezeichnungen wie EDV-Techniker oder Druckerei Mitarbeiter besser.

Hab ich das jetzt richtig gelesen?
Wenn man das Wort „Nachtputzer“ liest, kann man schnell auch etwas anderes verstehen. Denn wenn es Worte gibt, die ähnlich geschrieben oder ausgesprochen werden, kann es bei der Verarbeitung der Information im Gehirn schon mal etwas Verwirrung geben ;-).

Ich brauch noch etwas Platz!
Secretary Logistic / Driver / Guard / Service / Stockkeeping / Receiving Department / Stewarding – das ist jetzt ein extremes Beispiel für eine viel zu lange Positionsbeschreibung. Hier will man alle wichtigen Informationen schon in die Positionsbezeichnung packen und vergisst dabei, dass meistens in der Kürze die Würze liegt.

Was machen die eigentlich?
Das ist Kunst! Der Sandwich Artist macht nicht nur Sandwiches, er stellt Kunstwerke her! Die Tauchhostess weist unter Wasser bereitwillig den Weg, die Wassersporthostess ist für den Service im Pool verantwortlich. Diese Jobbezeichnungen klingen gut, aber man weiß nicht auf Anhieb, was man sich eigentlich darunter vorstellen soll. Hier muss das ausschreibende Unternehmen in der Stellenanzeige erst einmal Aufklärungsarbeit leisten.

In der Regel ist der Arbeitgeber besser beraten, auf „normale“ Jobbezeichnungen zu setzen und auf allzu ausgefallene Titel zu verzichten. Klar, man muss aus der Masse herausstechen und kann dies mit einer etwas anderen Ausschreibung auch tun. Nur sollte dies nicht zu (unfreiwillig) lustig, monoton, nichtssagend, zu lang oder zu zweideutig sein.

Wie seht ihr das? Findet ihr die Vielfalt an unterschiedlichen Bezeichnungen verwirrend oder kreativ? Und kennt ihr noch weitere lustige oder kuriose Berufe?

Bildquellen: © Teresa Kasprzyckas / shutterstock.com


Beitrag von Lisa N.

Lisa N.
Nach einem Masterstudium an der Universität Hamburg, habe ich erfolgreich ein Volontariat in einer PR-Agentur absolviert. Bei der YOURCAREERGROUP bin ich seit November 2014 für das B2C Marketing und den Pressebereich zuständig. Weitere Informationen zu mir gibt es auf XING.