„Social Media reduzieren nachweislich Stress bei Frauen!“ – Gerücht oder Tatsache?

In der heutigen Zeit sind sie aus unser aller Leben fast nicht mehr wegzudenken: Die lieben sozialen Netzwerke – um nur einen von vielen Bereichen der Social Media zu nennen. Der eine geistert am liebsten zehnmal täglich bei Facebook rum, weil sein Acker im beliebten Spiel „Farmville“ heute noch geerntet werden will, der Nächste pflegt dank Twitter ein persönliches virtuelles Tagebuch und der Dritte aktualisiert im Stundentakt die Liste seiner Matches innerhalb der Dating-App Tinder. Ein neues Foto mit einem schönen Instagram-Filter könnte man auch mal wieder posten… Ganz schön viel, was da an sozialen Medien auf dich einstürmt! In Zeiten der Emanzipation ist es bis zu diesem Punkt schon ein riesen Kardinalsfehler, nicht auf die weibliche Form, „die“, eingegangen zu sein. Schließlich ist gar nicht klar, wer „der“ überhaupt ist. „Der“ Nutzer? Im Deutschen also ein Mann, oder „der“ Mensch, was Frauen einschließen würde?

Social Media Nutzung begünstigt den Stressabbau

Wenn schon die richtige Bezeichnung der Zielgruppe leichten Stress auslöst, wie soll es dir dann erst gehen, wenn du regelmäßig genau diese Tools alle selber nutzt? – Vielleicht sogar ganz gut! Zumindest, wenn du eine Frau bist! US-Wissenschaftler der Universitäten Pew and Rutgers haben eine neue Studie veröffentlicht, die zu dem Ergebnis kommt, dass die Nutzung von Social Media deinen persönlichen Stresspegel deutlich reduzieren können. Dafür wurden rund 1.801 Erwachsene 30 Tage lang in ihrem Online-Verhalten studiert. Vor allem die Fragen, wie oft und in welchem Ausmaß die Testpersonen Social Media nutzen und wie hoch das Stresslevel im Anschluss daran ist, war für die Forscher interessant. Und die Resultate lassen momentan die Online-Welt aufhorchen: Frauen, die täglich mehrmals zum Beispiel Twitter nutzten und diverse Bilder über ihr Smartphone mit Freunden teilten, hatten um 21 % reduzierte Stresswerte und waren somit deutlich entspannter als unter „normalen“ Umständen!

Weniger überraschend ist dagegen, dass du und ihr, liebe Frauen, vor allem dann entspannter seid, wenn ihr eure emotionalen Erfahrungen teilt. Kennt man ja. Frauen quatschen eben einfach viel. Und neben dem normalen Alltag kann das schnell mal schwieriger werden – schön, wenn du dann zwischendurch mal kurz eine Nachricht an deine Mädels schicken kannst. Hört sich doch „top“ an!

Zum „Flop“ wird das Ganze allerdings in dem Moment, wenn die Tatsache der virtuellen Wirklichkeit von deinem Horizont zu verschwinden droht. Natürlich ist es nicht das Gleiche, zum Beispiel eine Nachricht über den beliebten Kurznachrichten-Dienst WhatsApp zu verschicken, als sich persönlich gegenüber zu sitzen – als Frau sind dir jedoch Offline Kontakte zu anderen wichtiger, um dich „in Krisenzeiten zu stabilisieren“ und das wiederum reduziert deinen persönlichen Stress – so die Argumentation der Studie.

Was du daraus für dich persönlich jetzt schließen kannst? Dass du am besten deine Apps so weiter nutzt wie bisher – es sei denn, es macht dir Stress. In dem Fall solltest du dich doch lieber für’s Ausschalten zum Abschalten entscheiden.


Beitrag von Barbara

Barbara
Barbara Solle studiert Anglistik und Politikwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit Oktober 2014 arbeitet sie bei der YOURCAREERGROUP und unterstützt unser Team im Bereich Online Marketing. Weitere Informationen zu ihr gibt es auf Xing und LinkedIn. XING.