Vorstellungsgespräch – diese 10 Sätze will der Personaler nicht hören

Dein nächstes Vorstellungsgespräch steht kurz bevor? Jetzt bloß nicht in Panik geraten! Wenn Du Dich richtig vorbereitest und auch für die am häufigsten gestellten Fragen bestens gewappnet bist, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Trotzdem katapultieren sich viele Bewerber regelmäßig mit bestimmten Sätzen und Fragen ins Aus. Damit Dir das nicht passiert, solltest Du die folgenden Fragen im Vorstellungsgespräch unbedingt vermeiden:

1. „Entschuldigen Sie die Verspätung, aber mein Zug hatte Verspätung“
Verspätungen beim Vorstellungsgespräch sind absolut tabu und zeugen von schlechter Vorbereitung und Organisation. Deswegen sollte man immer einen großzügigen Zeitpuffer einplanen um das Zuspätkommen in jedem Falle zu vermeiden. Verspätet man sich doch einmal, so sollte man unbedingt telefonisch Bescheid geben, die Umstände kurz erklären und sich für die daraus entstehenden Unannehmlichkeiten entschuldigen.

2. “Das steht aber auch alles in meinem Lebenslauf.”
Das mag ja sein, jedoch ist es völlig normal, dass einzelne Etappen deines Lebenslaufs sowie dein Werdegang beim Vorstellungsgespräch nochmal genauer durchleuchtet werden. Schließlich möchte der Personaler nicht nur die „harten Fakten“, sondern auch deine persönlichen Ausführungen hierzu hören.

3. „Wie viele Standorte hat Ihr Unternehmen noch einmal?
Perfekte Vorbereitung ist das A und O! Dazu gehört insbesondere sich detailliert über das Unternehmen zu informieren. Da es sich hier um deinen zukünftigen Arbeitgeber handeln könnte, sollte dies auch in deinem Interesse sein. Im Zeitalter des Internets sollte die Recherche der wichtigsten Infos kein Problem darstellen, zu den meisten Unternehmen sind fast alle relevanten Infos online zu finden.

4. „Eigentlich wollte ich ja nächsten Monat in den Urlaub fahren.“
Schade um den Urlaub, aber die Priorität sollte für Dich ganz klar auf dem neuen Job liegen. Mit dieser Aussage gibst Du dem Personaler das Gefühl, der Urlaub sei für Dich wichtiger oder dass Du diesen nur notgedrungen absagen würdest. Sollte dein Urlaub schon fest gebucht sein, so kann man dies in einem zweiten Gespräch immer noch ansprechen.

5. „Erstatten Sie die Fahrtkosten?“
Dies ist eine Frage, die man schon vor oder andernfalls nach dem Gespräch – meist mit der Sekretärin – abklären sollte. Im Vorstellungsgespräch hat diese Frage nichts zu suchen, denn es kann hier schnell den Anschein machen, dass Dir der Job weniger wichtig sei als die Klärung der Kostenerstattung.

6. „Bekomme ich einen Ausgleich für Überstunden?“
Auch wenn dies natürlich eine wichtige Frage darstellt, zeugt sie ebenfalls von mangelnder Motivation und sollte besser in einem späteren Schritt des Bewerbungsprozesses geklärt werden. Mit etwas „Glück“ wird das Thema auch von Deinem Gegenüber selbst angesprochen und geklärt.

7. “Ich habe mich ja auch noch woanders beworben und in den nächsten Tagen noch einige Vorstellungsgespräche.”
Dass auch noch andere Bewerbungen offen stehen, wird der Personaler sich bereits denken können. Dies kannst Du auch offen zugeben, wenn man Dich Direkt darauf anspricht. Jedoch solltest Du dieses Thema besser nicht von Dir aus ansprechen, schließlich zählt für Dich ganz klar nur DIESER eine Job und DIESES Vorstellungsgespräch. 😉

8. „Mein letzter Job und der Chef waren der Horror!“
Das solltest Du besser für Dich behalten! Denn auch wenn es der Wahrheit entspricht – über ehemalige Mitarbeiter oder Jobs herzuziehen macht nie einen guten Eindruckt. Diese Aussage zeugt von wenig Professionalität und wenig Loyalität. Deswegen: äußere Dich immer nur positiv über deine letzten Jobs und Arbeitgeber.

9. „Ansonsten würd ich auch erst einmal ein Praktikum bei ihnen machen“
Tiefstapler sind im Vorstellungsgespräch nicht gern gesehen, Du solltest schon ein gesundes Selbstbewusstsein zeigen. Mit dieser Äußerung wirst Du womöglich weder eine feste Stelle noch ein Praktikum erhalten, denn anscheinend traust Du Dir selbst nicht allzu viel zu. Das solltest Du aber, schließlich wurdest Du nicht ohne Grund zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

10. “Nein, ich habe keine Fragen mehr.”
Mit dieser Aussage nimmst Du Dich möglicherweise auch nach einem bisher perfekten Interview selbst aus dem Rennen um den Job, denn man könnte Dir mangelndes Interesse vorwerfen. Überlege Dir deshalb bereits vor dem Interview einige „intelligente“ Fragen, die Du stellen kannst, z.B. Fragen, die direkt deine möglichen Aufgaben im Job betreffen.

 

Auch der Personaler muss im Vorstellungsgespräch gewisse Grenzen und Regeln einhalten. Welche Fragen er Dir im Vorstellungsgespräch nicht stellen darf und worauf Du nicht wahrheitsgemäß antworten musst, erfährst Du hier.


Beitrag von Andrea Schmitz

Andrea Schmitz