Was tun nach einem Vorstellungsgespräch? Bedanken – ja oder nein?

Nach dem Vorstellungsgespräch heißt es hoffen und bangen? Du kannst ja sowieso nichts mehr tun? Irrtum! Sammle weitere Pluspunkte indem du deinem Gesprächspartnern eine E-Mail schreibst und dich für das nette Vorstellungsgespräch bedankst.

Nette Worte wie „Vielen Dank“ oder „Bitte“ sind ein Schlüssel zum Erfolg. Sie verbessern zwischenmenschliche Beziehungen und bewirken oftmals dort wo sie eingesetzt werden wahre Wunder. Leider Gottes vergessen das die Meisten dort, wo es am stärksten wirkt: nämlich im Job – beziehungsweise nach einem Vorstellungsgespräch. Das ist also deine Chance, um dich ein wenig von der Masse abzuheben und um positiv in Erinnerung zu bleiben. Nach einem Vorstellungsgespräch muss man nämlich nicht zwangsläufig nur „abwarten und Tee trinken“. So sammelst du möglicherweise weitere Pluspunkte.

Ein Dankeschön – effektiv oder antiquiert?

Heutzutage scheinen Dankesschreiben wie ein Relikt aus vergangenen Tagen. Viele befürchten möglicherweise sogar mit ein paar netten Worten im Nachgang aufdringlich zu wirken. Beachtet man ein paar grundlegende Tipps, so kann ein Dankesschreiben jedoch wahre Wunder bewirken. Wichtig ist vor allem, dass man nicht übertreibt! Keinesfalls darf der Gegenüber den Eindruck erhalten, als bettele man regelrecht um einen Job. Weiterhin sollten auf Floskeln wie „Ihr seid die Besten!“ möglichst verzichtet werden, da dies allenfalls einen negativen Effekt hat. Richtig dosiert eingesetzt, kann ein Dankesschreiben nach dem Bewerbungsgespräch aber eine enorme Kraft entwickeln und die eigene Chance auf die Wunschstelle erhöhen. So kannst du mit einem auf den Punkt formulierten Dankesschreiben positiv auffallen und eventuelle Patzer aus dem persönlichen Gespräch wieder ausbügeln.

Gezielt Argumente für die eigene Person einstreuen ist hier die Devise

Lief das Jobinterview nicht 100-prozentig so, wie du es dir vorgestellt hast und wärest du gerne noch im Gespräch auf den ein oder anderen Punkt genauer eingegangen, hast du dies jedoch in der Aufregung vergessen, dann hast du nun noch eine letzte Chance, um schlagende Argumente für dich sprechen zu lassen. Begründe noch einmal, ohne zu dick aufzutragen, warum aus-
gerechnet du der geeignete Kandidat für diese eine Stelle bist. So stellst du sicher, dass du noch einmal die volle Aufmerksamkeit auf dich richtest und bestenfalls einen guten zweiten Eindruck hinterlässt.

Doch was gehört in ein Dankesschreiben rein?

Was ein gelungenes Schreiben ausmacht, erfährst du hier? Mach dem Leser gleich im ersten Satz deutlich, dass es sich hierbei um ein Dankschreiben handelt. Im Anschluss daran solltest du dich zunächst höflich für die Einladung zum Vorstellungsgespräch bedanken. Das zeigt dem Empfänger, dass du das Gespräch als informativ und nett empfunden hast und dass du ihm deine Wertschätzung entgegen bringst. Des Weiteren nennst du verschiedene Details, die dir von deinem Vorstellungsgespräch positiv in Erinnerung geblieben sind. Beispielsweise die angenehme Atmosphäre, die informativen Inhalte oder etwa die Gastfreundschaft. Lobe in diesem Zusammenhang auch gerne die eine oder andere Aussage des Personalers, die du besonders ansprechend fandest. Wichtig ist auch, dass du in jedem Fall das Schreiben dazu nutzt, um deinem Wunsch in diesem Unternehmen zu arbeiten noch einmal Ausdruck zu verleihen. Wenn du es schaffst dich hierbei ganz beiläufig noch einmal zu loben und dein Talent hervorzuheben, dann hast du „zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.“ Zu beachten ist, dass du dein Dankschreiben möglichst zeitnah im Anschluss an dein Bewerbungsgespräch verschickst. Eine Faustregel: spätestens eine Woche nach dem Bewerbungsgespräch sollte dein Gegenüber die E-Mail im Posteingang vorfinden.

Formulierungstipps, die du im Dankesschreiben verwenden könntes:

  • „Herzlichen Dank, dass Sie sich für das heutige Gespräch Zeit genommen haben.“
  • „Besonders gut gefallen hat mir an Ihrem Unternehmen…“
  • „Die zwei Tage Bedenkzeit haben mich in dem Wunsch bestärkt, Teil Ihres Unternehmens/Teams werden zu wollen.“
  • „Ich bin der Meinung, dass ich mich aufgrund der folgenden Qualifikationen (…) gut als Kandidat für diese Position eignen würde.“
  • „Das Team hat bei mir einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.“
  • „Sollten Ihrerseits Rückfragen bestehen, können Sie mich jederzeit gerne kontaktieren.“
  • „Bei der Frage nach XY habe ich etwas gezögert. Nun bin ich mir aber sicher, dass…“

Am besten du testest es bei deinem nächsten Vorstellungsgespräch einfach mal aus. Wir drücken dir die Daumen! 🙂


Beitrag von Lisa N.

Lisa N.
Nach einem Masterstudium an der Universität Hamburg, habe ich erfolgreich ein Volontariat in einer PR-Agentur absolviert. Bei der YOURCAREERGROUP bin ich seit November 2014 für das B2C Marketing und den Pressebereich zuständig. Weitere Informationen zu mir gibt es auf XING.