Die Weihnachtsfeier – Party auf Glatteis

Alle Jahre wieder: Weihnachten naht und auch der Termin für die nächste Weihnachtsfeier in deinem Unternehmen steht vor der Tür. Ob im Restaurant, im Unternehmen oder einer anderen Location, mit der Veranstaltung bedankt sich die Geschäftsführung und möchte das Jahr gemeinsam ausklingen lassen. Gleichzeitig hast du die Möglichkeit auch mit Kollegen aus anderen Abteilungen in Kontakt zu kommen, mit denen du sonst eher selten zu tun hast. Dass es sich hierbei nicht um eine Feier im Familien- oder Freundeskreis handelt, sondern um eine Veranstaltung auf beruflicher Ebene, vergessen viele mit dem ersten Bier ganz schnell. Das böse Erwachen lässt nicht lange auf sich warten.

Laut einer weltweiten Umfrage von monster aus dem Jahr 2011 haben 9 % der Befragten ihrer Karriere aufgrund eines Fehlverhaltens auf der Betriebsfeier geschadet. Immerhin 4 % davon mussten sogar als Konsequenz das Unternehmen verlassen.

Wie würdest du die Frage aus der Studie beantworten: „Haben Sie bei einer Betriebsfeier etwas getan, dass Sie bereuen?“.Die Ergebnisse aus der Umfrage von monster sehen wie folgt aus:

Damit die Party mit dem Chef am nächsten Tag nicht zum Desaster wird, findest du hier einige Tipps, die dich davor bewahren ins Fettnäpfchen zu treten.

1.    Absagen oder Hingehen?
Grundsätzlich ist die Teilnahme an betrieblichen Veranstaltungen wie der Weihnachtsfeier freiwillig. Aber auch wenn du deine Kollegen jeden Tag im Büro siehst, solltest du die Gelegenheit nutzen und an der Feier teilnehmen. So zeigst du Teamzugehörigkeit und vermeidest unnötige Tuscheleien hinter deinem Rücken. Selbstverständlich nimmt es dir niemand übel, wenn du aus Krankheitsgründen oder familiären Angelegenheiten deine Teilnahme an der Weihnachtsfeier absagen musst.

2.    Partyoutfit oder Anzug und Krawatte?
Die Wahl deiner Kleidung richtet sich nicht nur nach der bestehenden Kleiderordnung im Unternehmen, sondern in erster Linie auch nach dem Anlass und der Umgebung, in die der Chef eingeladen hat. Ist die Weihnachtsfeier mit dem Besuch eines Weihnachtsmarktes geplant, dann wird das kleine Schwarze aufgrund der Jahreszeit eher im Kleiderschrank auf seinen nächsten Auftritt warten müssen. Bei einem Bankett in einem gehobenen Restaurant hingegen wird zu Beginn möglicherweise sogar eine Krawattenpflicht bestehen. Wenn du dir unsicher bist, lohnt es sich immer bei netten Kollegen den Dress Code zu erfragen und sich letztendlich auch auf das eigene Empfinden zu verlassen.

3.    Keine Party ohne Alkohol
Was in deiner Freizeit auf Feiern im Freundeskreis oder beim Besuch eines Clubs normal ist, gilt noch lange nicht auf der Weihnachtsfeier deines Unternehmens. Beim Thema Alkohol ist Vorsicht angesagt. Weniger ist in diesem Zusammenhang mehr, denn mit steigendem Alkoholkonsum sinkt bekanntlich die Hemmschwelle und der Tritt in das nächste Fettnäpfchen ist vorprogrammiert. Für viele Vorgesetzte ist die Weihnachtsfeier nämlich auch eine gute Gelegenheit, das Verhalten der Mitarbeiter unter besondere Beobachtung zu stellen. Jeder kennt seine Grenzen und sollte daher auch nicht darüber hinaus schießen. Vollkommen auf Alkohol zu verzichten ist aber nicht notwendig, denn schließlich gehört bekanntlich zu jedem guten Essen auch ein entsprechender Wein.

4.    All you can eat
Nicht nur Getränke sind auf Weihnachtsfeiern in der Regel reichlich vorhanden, sondern auch beim Essen mangelt es an nichts. Bestimmt hat jeder schon einmal in seinem letzten Urlaub andere Gäste bei ihrem Verhalten am Buffet beobachtet. Ganz nach dem Motto „Nimm so viel du tragen kannst“ werden die Teller mit allerlei Köstlichkeiten beladen, welche letztendlich weniger köstlich später auf den Tellern zurückgegeben werden. Mehrere kleinere Portionen stillen ebenfalls deinen Hunger und sind zudem ein guter Grund am Buffet wieder mit anderen Kollegen ins Gespräch zu kommen.

5.    Klatsch und Tratsch
Einer der Hauptgründe der Weihnachtsfeier ist das gemeinsame Zusammenkommen aller Abteilungen eines Unternehmens. Daher ist es immer wichtig, sich nicht nur auf die Kollegen zu konzentrieren, mit denen man sowieso tagtäglich die Gesprächsthemen teilt, sondern auch aktiv das Gespräch mit anderen Mitarbeitern des Betriebs zu suchen. Aus einem Smalltalk mit Kollegen und Vorgesetzten ergeben sich oftmals interessante Gesprächsthemen. Berufliches sollte sicherlich nicht zu deinen bevorzugten Themen auf der Feier gehören. Insbesondere deine Vorgesetzten haben dadurch die Möglichkeit, dich auch von einer anderen Seite kennenzulernen. Auf der anderen Seite baust du auch dein Netzwerk aus und deiner Karriere wird es sicherlich nicht schaden.

6.    Finger weg von Kollegen…
Die betriebliche Weihnachtsfeier ist keine Dating-Plattform für einsame Herzen oder diejenigen, bei denen die Promillegrenze bereits weit überschritten ist. Ein nettes Kompliment an angebrachter Stelle ist sicherlich kein Problem, weiter auf Tuchfühlung zu gehen ist jedoch ein absolutes Tabu.

7.    Du Chef!
Je später der Abend, desto lockerer werden die Gespräche. Da kommt es nicht selten vor, dass die Verbrüderungen unter den Mitarbeitern zunehmen und der ein oder andere Vorgesetzte einem das „Du“ anbietet. Doch eines solltest du nie vergessen: der Chef ist nicht dein Kumpel und dein Verhalten ihm gegenüber solltest du daher auch nicht ändern. Bist du dir am Tag nach der Feier nicht mehr sicher, ob das „Du-Angebot“ ernst gemeint war und der Chef dieses auch nicht noch einmal erneuert, ist es immer ratsam das „Sie“ zu wählen.

8.    Alles hat ein Ende
Hast du die Weihnachtsfeier bis hierhin ohne Patzer gut überstanden, dann heißt es nur noch rechtzeitig den Absprung zu schaffen, denn möglicherweise steht am kommenden Morgen schon der nächste Arbeitstag bevor.

Neben allen Tipps und Ratschlägen ist es jedoch auch immer wichtig, dass du die Veranstaltung genießt und deine Kollegen auch einmal von einer anderen Seite kennenlernen kannst.

Bilderquellen: © Lisa S. / shutterstock.com


Beitrag von Andrea Schmitz

Andrea Schmitz